ESSEN
Das traditionelle Essen in Uganda hat im letzten Jahrhundert einige Bereicherungen erfahren. Vor allem indische und europäische Einwanderer brachten mit ihrer Esskultur neue Einflüsse in das Land. In kleinen Straßenrestaurants findet man häufig indisch geprägte Schnellgerichte wie Samosas (frittierte Teigtaschen), Chapati (Fladenbrot), Curries und Rolex – ein in Chapati eingewickeltes Gemüse-Omelett, das zum beliebtesten Streetfood Ugandas zählt.
Das Nationalgericht Ugandas ist Matoke, ein fester Brei aus Kochbananen, weitere typische Grundnahrungsmittel sind Süßkartoffeln, Maisbrei sowie Maniok- und Yamswurzeln. Fleisch ist recht beliebt in Uganda, für weite Teile der Bevölkerung aber relativ teuer. Dank der zahlreichen Seen spielt Fisch als Nahrungsmittel eine große Rolle, am häufigsten findet man Tilapia und Nilbarsch (Viktoriabarsch).
Gehobenere Restaurants und Lodges bieten in der Regel internationale Küche an, teilweise kombiniert mit lokalen Einflüssen. Typisches ugandisches Essen findet man meist nur in den kleineren, weniger touristischen Restaurants.
Die Verpflegung in den Lodges und Safari-Camps, mit denen wir zusammenarbeiten, ist sehr gut. Das Frühstück ist reichhaltig, Mittag- und Abendessen werden häufig als Menü serviert.
EINKAUFEN
In den meisten Ortschaften finden Sie problemlos alles für den täglichen Bedarf. Ein umfangreicheres Sortiment halten die Supermärkte in den größeren Städten bereit. Auf lokalen Märkten finden Sie eine große Auswahl an frischen Gewürzen, Gemüse und tropischen Früchten wie Ananas, Bananen, Mangos und Papayas in ausgezeichneter Qualität. Zum Teil können auf diesen Märkten auch lokale Handwerkskunst und Souvenirs erstanden werden. Es gibt mittlerweile einige, mehrheitlich von Frauen geführte Kooperativen, die sich mit der Herstellung von traditionellem und modernem Kunsthandwerk beschäftigen und beispielsweise geflochtene Körbe, Tonarbeiten, Halsketten, Schuhe usw. anbieten (Holzschnitzereien kommen jedoch noch größtenteils aus Kenia und dem Kongo). Auf den Märkten ist es beim Kauf von Souvenirs üblich, dass der Preis verhandelt wird.
BEZAHLUNG
Ausschließlich mit einer Kredit- und/oder Debitkarte unterwegs zu sein, gibt ein Gefühl der Sicherheit und erleichtert das Leben erheblich. In Uganda ist Kartenzahlung jedoch nur in gehobeneren Lodges und Restaurants möglich und auch dann nicht flächendeckend zuverlässig. Visa wird am häufigsten akzeptiert, Mastercard eingeschränkt, American Express kaum. Bargeld (UGX oder USD) ist somit unverzichtbar, insbesondere für Trinkgelder, Taxis, Souvenirs und auf Märkten.
In Kampala gibt es mehrere Filialen großer, teils internationaler Banken mit Bankautomaten, an denen man Geld abheben kann. Außerhalb der Hauptstadt findet man fast ausschließlich kleine Filialen inländischer Bankgesellschaften ohne Geldautomaten, sodass es hier sehr schwierig ist, an Bargeld zu kommen. Daher sollten Sie spätestens in Kampala ausreichend Bargeld für die gesamte Reise abheben oder besser: USD bei Ihrer Hausbank in Deutschland vorbestellen und nach Uganda mitnehmen. Vor allem für die Trinkgelder sollten Sie auch kleinere Stückelungen dabeihaben (10er, 20er, 50er). Aber auch ein paar 100er machen Sinn, denn wenn Sie vor Ort USD in UGX tauschen möchten, bekommen Sie bei großen Scheinen (50er, 100er) meist einen besseren Wechselkurs als bei kleinen Stückelungen bis 20 USD.
Wichtig: in Uganda werden keine USD-Scheine angenommen, die älter als 2013 sind!
TAXI ≠ TAXI
Der normale öffentliche Nahverkehr wird in Uganda mit Minibussen abgedeckt. Diese werden in Uganda Taxis genannt, auch wenn sie mit unserer Vorstellung eines Taxis nicht viel gemein haben. Diese Fahrzeuge sind an einem blau karierten Band zu erkennen, das etwa in der Mitte um das Fahrzeug verläuft.
Taxis nach unserem Verständnis werden in Uganda Special Hire genannt und sind in der Regel weiß mit einem schwarzen Karostreifen, der um den mittleren Teil des Fahrzeugs verläuft, und darüber hinaus mit einem großen S gekennzeichnet. Der Preis ist Verhandlungssache. Am besten Sie erkundigen sich vorab in Ihrer Unterkunft, was der übliche Preis für eine gewisse Strecke ist. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten seriöse Unternehmen zu nutzen und diese am besten immer über Ihre Unterkunft buchen.
Auf die Nutzung von Motorradtaxis („Boda Bodas“) und öffentlichen Minibussen sollten Sie gänzlich verzichten, da diese unsere westlichen Sicherheitsstandards meist nicht erfüllen und dadurch ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko haben.
Bei den von uns angebotenen Reisen sind Sie aber sowieso fast durchgehend mit erfahrenen, einheimischen Guides und Fahrern unterwegs, sodass Sie sich hierüber in der Regel keine Gedanken machen müssen.
TRINKGELD
Trinkgeld zu geben, ist in Uganda nicht verpflichtend, aber bei allen Serviceleistungen üblich und stellt für viele Menschen eine wichtige Einkommensquelle dar. Trinkgeld wird sowohl in der Landeswährung UGX als auch in USD akzeptiert. Wie viel Sie geben, steht Ihnen selbstverständlich frei. Eine kleine Orientierungshilfe:
In Restaurants sind 5–10 % des Gesamtbetrags der Rechnung angemessen.
In den meisten Unterkünften ist die gängige Praxis, dass man nur einmal Trinkgeld gibt, und zwar am Ende des Aufenthalts. Housekeeping, Service- und Küchenmitarbeiter teilen sich den Erlös aus der gemeinschaftlichen Trinkgeldkasse. Hier sind 10.000–30.000 UGX (ca. 3–8 USD) pro Person pro Unterkunft üblich.
Die Guides bzw. Ranger der Unterkunft erhalten ihr Trinkgeld üblicherweise separat. Hier sind 10.000–30.000 UGX (3–8 USD) pro Person pro Pirschfahrt bzw. Aktivität üblich, bei einem besonders engagierten Ranger oder spektakulären Sichtungen dürfen Sie gerne auch ein bisschen mehr geben, wenn Sie möchten.
Den Rangern beim Gorilla- & Schimpansen-Trekking können Sie 25.000–50.000 UGX (7–15 USD) pro Person pro Trekking geben. Das Geld ist an den Head Ranger auszuhändigen, der es dann im Team verteilt. Falls Sie beim Trekking Unterstützung von einem Porter (Träger) benötigen, liegen Sie mit 20.000–50.000 UGX (5–15 USD) pro Person zusätzlich zum Standardpreis von 50.000 UGX (15 USD) nicht falsch.
Für Ihren privaten Guide, mit dem Sie während des Großteils Ihrer Reise unterwegs sein werden, können Sie 3–5 USD pro Person und Tag rechnen.
Bei allen sonstigen Aktivitäten, die Sie vor Ort buchen, können Sie den Rangern 10.000–30.000 UGX (3–8 USD) pro Person und Aktivität geben.
LGBTIQ
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Seit 2023 gibt es ein neues Gesetz gegen Homosexualität, das den Straftatenkatalog sogar noch erheblich verschärft. Unabhängig von der Gesetzeslage sind als queer erkennbare Menschen in der Öffentlichkeit häufig Anfeindungen ausgesetzt, da homosexuelle Handlungen in Uganda durch alle gesellschaftlichen Schichten hindurch stark tabuisiert sind.
Dies gilt jedoch auch für den öffentlichen Austausch von Zärtlichkeiten unter Heterosexuellen. Achten Sie auf Ihrer Reise daher unbedingt auf zurückhaltendes Verhalten in der Öffentlichkeit.
RAUCHEN
Das Rauchen in öffentlichen Bereichen ist in Uganda verboten. Ein Verstoß kann zu hohen Bußgeldern und im Extremfall sogar zu einer Inhaftierung führen. Halten Sie sich daher bitte strikt an die Regeln und rauchen Sie nur in ausgewiesenen Zonen.
STROMVERSORGUNG
Da die Anzahl der Steckdosen oft begrenzt ist, kann es hilfreich sein, einen Mehrfachstecker mitzunehmen. Solarbetriebene Lodges haben häufig nur zu bestimmten Tageszeiten Strom in den Zimmern, aber Sie können jederzeit die Ladestationen in den Hauptbereichen der Lodges nutzen. Auch eine Powerbank und ein Ersatzakku für Ihre Kamera könnten sinnvoll sein.
STECKDOSEN
Sie benötigen in Uganda einen Steckdosenadapter Typ G.